Feig cVEND plug und cVEND PIN – girocard-Terminals für Automaten
Die Feig-Terminals im Überblick – girocard-Zulassung, Altersverifikation per Bankkarte, Sparbetrieb für Solar-Automaten und die Unterschiede zu Nayax.
Zuletzt aktualisiert am 14. Juli 2026
Neben den Nayax-Terminals führen wir mit dem cVEND plug TOPP und dem cVEND PIN zwei Kartenterminals von Feig Electronic. Ihre Stärken: Sie sind nach den deutschen Payment-Standards für die girocard zugelassen (TA 7.2, DC-POS 3.0; die Akzeptanz setzt eine entsprechend konfigurierte Installation beim Netzbetreiber voraus), sie unterstützen die Altersverifikation über die girocard und sie sind so sparsam, dass sie sich für batterie- und solarbetriebene Automaten eignen. Dieser Artikel zeigt, was die beiden Modelle unterscheidet, welche Voraussetzungen sie mitbringen und wann sie die bessere Wahl gegenüber einem Nayax-Terminal sind.
Die beiden Modelle im Überblick
| Merkmal | cVEND plug TOPP | cVEND PIN |
|---|---|---|
| Bauform | Einbaumodul, verschwindet fast unsichtbar hinter Kunststoff- oder Glasfront (sichtbar nur Ø 28,5 mm) | PIN-Pad-Terminal mit 2,8-Zoll-Farbdisplay und beleuchteter Edelstahltastatur (16 Tasten, vandalismussicher) |
| Zahlweise | rein kontaktlos (NFC) | kontaktlos + PIN-Eingabe („Tap & PIN"); optional Hybridkartenleser für Chip- und Magnetstreifenkarten |
| girocard | ja, kontaktlos | ja, kontaktlos (mit Hybridleser auch gesteckt) |
| Weitere Zahlarten (je nach Netzbetreiber-Vertrag) | Visa, Mastercard, American Express, Discover; mobile NFC-Geräte | zusätzlich JCB und UnionPay QuickPass |
| Closed-Loop-Karten | ja (z. B. MIFARE – etwa für Betriebs- oder Kundenkarten) | ja |
| Altersverifikation per girocard | ja – nur mit MSAM-Zusatzausstattung (bei Bestellung angeben) | ja (Konfiguration erforderlich) |
| Anzeige | 6 LEDs (4 grün, 1 gelb, 1 rot), Buzzer, beleuchtetes Kontaktlos-Symbol | Farbdisplay 320 × 240, 4 grüne LEDs, Buzzer |
| Stromversorgung | 5,0–5,5 V DC; Standby unter 1 mA | 12–42 V DC über MDB; Standby unter 10 mW |
| Automaten-Anbindung | ZVT; MDB über Vending Extension Board (inkl. digitaler I/Os und Münzprüfer-Emulation für Festpreis-Systeme) | MDB (Slave), flexibel konfigurierbar; Ethernet, RS232, USB |
| Einsatztemperatur | −30 °C bis +70 °C | −25 °C bis +70 °C |
| Sicherheit | PCI PTS 5.x, SRED, manipulationssichere Hardware | PCI PTS 5.x, SRED, manipulationssichere Hardware |
Kurz gesagt: Der plug TOPP ist die dezente Einbaulösung für rein kontaktloses Bezahlen – ideal, wenn das Terminal optisch verschwinden soll. Der cVEND PIN ist das vollwertige Terminal mit PIN-Eingabe, das damit in der Regel auch Zahlungen über dem kontaktlosen Limit sowie (mit Hybridleser) gesteckte Karten abdeckt – der genaue Umfang hängt von Karte und Netzbetreiber-Konfiguration ab.
Wann Feig statt Nayax?
Beide Welten haben ihre Stärken – das sind die typischen Gründe für ein cVEND:
girocard im Fokus: An Standorten, wo Kunden bevorzugt mit der Sparkassen-/Bankkarte zahlen, punktet die deutsche girocard-Zulassung der cVEND-Terminals (in der passenden Netzbetreiber-Konfiguration).
Altersverifikation per girocard: Die cVEND-Terminals können das Alter über das Jugendschutzmerkmal der girocard prüfen – als Alternative bzw. Ergänzung zum DCM5-Ausweisleser. Wichtig: Das funktioniert nur mit geeigneten deutschen girocards und hängt von Kartengeneration, ausgebender Bank und Netzbetreiber-Konfiguration ab – je nach Konstellation muss die Karte gesteckt werden (das kann nur der cVEND PIN mit Hybridleser, nicht der plug). Ob die girocard-Prüfung für dein Sortiment rechtlich ausreicht und wie sie mit der Automatensteuerung gekoppelt wird, klären wir vor der Bestellung – siehe auch Jugendschutz am Automaten.
Batterie- und Solarbetrieb: Mit Standby-Verbräuchen unter 1 mA (plug) bzw. 10 mW (PIN) und Aufwecken per Signal oder Zeitsteuerung sind die cVENDs für energieautarke Automaten ausgelegt. Rechne aber die Systembilanz: Auch Automatensteuerung und die Online-Anbindung (z. B. ein Mobilfunkrouter) brauchen Strom – das Terminal ist nur ein Teil der Rechnung.
Extreme Standorte: Betrieb bis −30 °C (plug) bzw. −25 °C (PIN) mit feuchtigkeitsresistenter Beschichtung – auch für Fahrzeuge ausgelegt und getestet.
Die Nayax-Terminals (Onyx, VPOS Touch, Media4) bleiben die erste Wahl, wenn du die integrierte Telemetrie mit dem Nayax-Portal, App-Verwaltung und internationale Zahlarten in einem Gerät willst.
Anbindung an den Automaten
Beide Terminals sprechen die in Deutschland üblichen Schnittstellen:
MDB: Der cVEND PIN hängt als MDB-Slave direkt am MDB-Bus des Automaten (12–42 V DC, auch am PulseVend1100). Der plug TOPP braucht für MDB-Automaten wie den PulseVend1100 zwingend das Vending Extension Board – es bringt zusätzlich digitale Ein-/Ausgänge und eine Münzprüfer-Emulation für einfache Festpreis-Automaten mit.
ZVT: Die standardisierte deutsche Kassenschnittstelle, wenn das Terminal an ein Kassensystem statt an eine Automatensteuerung angebunden wird.
Netzwerk – der wichtigste Planungspunkt: Die Zahlungsautorisierung läuft online über Ethernet (bzw. IP über USB); in der Standardausführung ist kein Mobilfunkmodem eingebaut. Ein Automat hat aber von sich aus kein Internet: Ohne LAN-Anschluss am Standort brauchst du zusätzlich einen Mobilfunkrouter im Automaten (mit eigener SIM und eigener Stromversorgung) oder ein Mobilfunk-Erweiterungsmodul. Das ist ein echter Kosten- und Setup-Unterschied zu Nayax, wo der Mobilfunk im Terminal steckt – kalkuliere ihn von Anfang an ein.
Status-LEDs am cVEND plug
Der plug TOPP hat kein Display – den Status zeigen sechs LEDs (vier grüne, eine gelbe, eine rote) plus Signaltöne über den eingebauten Buzzer. Die vier grünen LEDs begleiten wie bei anderen Terminals den Zahlungsablauf; leuchtet die rote LED dauerhaft, liegt eine Störung vor. Die Detaildiagnose läuft beim plug über das Feig-Servicetool per USB/LAN bzw. über den Netzbetreiber – melde dich in dem Fall mit Seriennummer bei uns. Allgemeine Prüfschritte: Fehlersuche bei der Kartenzahlung (die dortigen Nayax-Startmeldungen gelten für Feig nicht).
Wartung
Die cVEND-Terminals sind wartungsarm: Kontaktlos-Fläche bzw. Display und Tastatur regelmäßig mit einem weichen, leicht angefeuchteten Tuch reinigen (keine Lösungsmittel, nichts direkt aufsprühen). Beide Geräte haben eine batteriegepufferte Echtzeituhr; die Lithiumbatterie ist auf rund 15 Jahre Lebensdauer ausgelegt und damit im Betreiber-Alltag kein Thema.
Das Wichtigste auf einen Blick
cVEND plug TOPP = unsichtbares Einbaumodul für kontaktloses Bezahlen; cVEND PIN = PIN-Pad-Terminal mit Display und Edelstahltastatur.
girocard-Zulassung nach deutschen Standards; Akzeptanz und Zahlartenumfang hängen vom Netzbetreiber-Vertrag und der Konfiguration ab.
Altersverifikation per girocard möglich (MSAM-Ausstattung, geeignete Karten) – Eignung fürs Sortiment vorab mit uns klären.
Voraussetzungen vor dem Kauf: Netzbetreiber-Vertrag und Online-Anbindung (LAN am Standort oder Mobilfunkrouter – kein eingebautes Modem in der Standardausführung).
Extrem niedriger Terminal-Standby – für Solar-/Batterieautomaten die Systembilanz inkl. Router rechnen.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen cVEND plug und cVEND PIN?
Der plug ist ein reines Kontaktlos-Einbaumodul, das hinter der Automatenfront verschwindet. Der cVEND PIN ist ein sichtbares Terminal mit Farbdisplay und Edelstahl-PIN-Tastatur – damit gehen auch Zahlungen, die eine PIN erfordern, und mit dem optionalen Hybridleser zusätzlich Chip- und Magnetstreifenkarten.
Wie funktioniert die Altersverifikation über die girocard?
Das Terminal prüft das Jugendschutzmerkmal einer geeigneten deutschen girocard (beim plug per MSAM-Ausstattung) und gibt den Verkauf erst bei bestandener Prüfung frei – die Kopplung mit der Automatensteuerung muss dabei so eingerichtet sein, dass altersbeschränkte Produkte ohne Prüfung nicht ausgegeben werden können. Wichtig: Nicht jede girocard unterstützt das Merkmal (das hängt von der ausgebenden Bank und der Kartengeneration ab), und je nach Konfiguration muss die Karte gesteckt statt vorgehalten werden. Ob die girocard-Prüfung für dein Sortiment ausreicht oder ein Ausweisleser dazugehört, klären wir bei der Konfiguration.
Kann ich ein cVEND-Terminal am PulseVend1100 nachrüsten?
Ja – der cVEND PIN wird als MDB-Slave am Automaten-Bus angeschlossen, der plug TOPP braucht dafür das Vending Extension Board. Zwei Dinge müssen vorher stehen: der Netzbetreiber-Vertrag für die Zahlungsabwicklung und die Online-Anbindung am Standort (LAN oder Mobilfunkrouter). Melde dich vor der Bestellung bei info@pulse-vending.de, dann stellen wir das Paket komplett zusammen.
Sehe ich meine Umsätze wie bei Nayax in einem Portal?
Die cVEND-Terminals wickeln die Zahlung über deutsche Netzbetreiber ab – die Umsätze siehst du in deren Abrechnungssystemen bzw. bei deinem Zahlungsdienstleister. Die integrierte Nayax-Telemetrie (Portal, MoMa-App, Bestandsdaten) gibt es hier nicht; für Telemetrie brauchst du eine separate Lösung.
Warum gibt es am cVEND plug keine PIN-Eingabe?
Der plug ist bewusst als reines Kontaktlos-Modul konzipiert. Zahlungen, die eine PIN erfordern (z. B. über dem Kontaktlos-Limit), werden abgelehnt – dafür ist der cVEND PIN mit Pin-Pad das passende Modell.