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Das Kennzahlen-Cockpit: Dein Geschäft in sechs Zahlen

Du musst kein Zahlenmensch sein, um ein Automatengeschäft zu führen – aber du brauchst sechs Zahlen im Monat. Sie passen auf einen Zettel, kommen größtenteils automatisch aus der Telemetrie und verwandeln deine Büro-Stunde von Zettelchaos in Steuerung. Wer diese sechs Zahlen kennt, erkennt jedes Problem Wochen früher als der Bauch.

Die sechs Zahlen

#KennzahlWoherWofür sie dich warnt
1Verkäufe/Tag (je Gerät)Telemetriedie Vitalzahl – Trend wichtiger als Absolutwert
2Ø-BonUmsatz ÷ VerkäufePreis- und Sortimentsqualität
3Wareneinsatzquote realWareneinkauf ÷ UmsatzEinkaufsdisziplin, Schwund, Preisniveau
4Rohertrag je Slot (Top 5 / Flop 5)Verkäufe × Marge je ProduktSortiment schärfen
5Ausfalltage/StörungenTelemetrie + Notizenunsichtbarer Umsatzverlust, Gerätezustand
6Cashflow je GerätSechs-Schritte-Rechnungdas Ergebnis, das zählt

Die Monatsroutine: 30 Minuten, immer gleich

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    Zahlen ziehen (10 Min.): Telemetrie-Auswertung des Monats öffnen – Verkäufe, Umsatz je Gerät, Top-/Flop-Produkte. Wareneinkäufe des Monats aus deiner Einkaufsliste summieren.

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    Sechs Zahlen notieren (5 Min.): Eine Zeile pro Monat und Gerät in einer simplen Tabelle. Nach drei Monaten hast du Trends – und Trends sind alles.

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    Drei Fragen beantworten (10 Min.):

    • Ist #1 stabil oder steigend? Fallend über 3+ Wochen → Ursache suchen (Standort verändert? Sortiment müde? Konkurrenz?).

    • Liegt #3 im Zielband (Planung 50 %, gut geführt Richtung 40 %)? Steigend → Einkauf/Preise prüfen, Schwund kontrollieren.

    • Was sagen #4 und #5? → je ein konkreter Handgriff für den nächsten Monat (Slot tauschen, Störung abstellen).

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    Eine Entscheidung treffen (5 Min.): Jeder Monatsabschluss endet mit genau einer Verbesserung, die du umsetzt. Nicht fünf – eine, die passiert.

Frühwarnsignale, auf die du sofort reagierst

  • Verkäufe/Tag fallen drei Wochen in Folge → nicht aussitzen: Vor-Ort-Check, Sortiment, Umfeld ansehen.

  • Ø-Bon sinkt → Kunden weichen auf Billigprodukte aus oder deine Renner sind ständig leer (Kapazität!).

  • Wareneinsatzquote steigt schleichend → EK-Preise gestiegen (VK nachziehen!) oder Schwund/MHD frisst mit.

  • Ausfalltage häufen sich → Technikproblem lösen statt verwalten; jeder stille Tag ist unsichtbar verlorener Umsatz.

  • Cashflow ok, aber Stundenlohn schlecht → Fahrzeit prüfen; das Problem ist dann die Route, nicht der Automat.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Sechs Zahlen genügen: Verkäufe/Tag, Ø-Bon, Wareneinsatzquote, Rohertrag je Slot, Ausfalltage, Cashflow.

  • 30 Minuten Monatsroutine, immer gleich – und jeder Abschluss endet mit genau einer umgesetzten Verbesserung.

  • Trends schlagen Absolutwerte: drei Wochen fallende Verkäufe sind ein Alarm, kein Rauschen.

  • Die Telemetrie liefert fast alles automatisch – du musst es nur anschauen.

  • Das Cockpit ist die Grundlage für jede Skalierungs-Entscheidung: Erst wer Gerät 1 in Zahlen führt, ist bereit für Gerät 2.

Häufige Fragen

Reicht nicht einfach der Kontostand?

Der Kontostand sagt dir, dass etwas passiert – die sechs Zahlen sagen dir, warum. Ein stabiler Kontostand kann einen sterbenden Standort verdecken, den ein wachsender zweiter gerade ausgleicht. Steuern kannst du nur, was du je Gerät siehst.

Wie vergleiche ich mehrere Standorte fair?

Über Verkäufe/Tag und Cashflow je Gerät – nicht über Umsatz (unterschiedliche Preise!) und nicht über Bauchgefühl. Dein schwächstes Gerät im Cockpit ist automatisch dein nächstes Projekt: verbessern, umstellen oder der Standortwechsel-Kandidat.

Was notiere ich bei Störungen?

Datum, Gerät, Symptom, Lösung, Ausfallzeit – eine Zeile reicht. Nach einem Jahr ist diese Liste Gold: Sie zeigt dir Wiederholungsmuster und ist die halbe Ferndiagnose bei jedem Support-Kontakt.

Monatlich oder wöchentlich?

Monatlich fürs volle Cockpit, dazu der wöchentliche Kurzblick in die Telemetrie (läuft alles? Renner leer?) – der gehört ohnehin zu deiner Befüllplanung. Mehr Frequenz bringt beim Einzelgerät keine bessere Steuerung, nur mehr Aufwand.