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Lektion 7 von 7ca. 3 Min. Lesezeit

Spiralen & Fächer wirtschaftlich planen

Die Slots deines Automaten sind Regalfläche – und wie im Supermarkt gilt: Die Fläche muss verdienen. Ein PV1100 bietet bis zu 60 Sorten auf 6 Ebenen mit über 1.000 Artikeln Kapazität. Wie du diese Fläche technisch sauber und wirtschaftlich klug belegst, ist der letzte Baustein deines Sortiments-Systems.

Erst die Technik: Produkt und Spirale müssen zusammenpassen

Der häufigste Befüllfehler überhaupt (wir sehen ihn ständig im Support): Produkte in unpassende Spiralen quetschen. Zu groß, zu schwer, schräg eingelegt – und das Produkt klemmt, fällt nicht oder beschädigt die Ausgabe. Die Regeln:

  • Spiralensteigung = Produktbreite: Das Produkt sitzt locker im Spiralgang – es darf weder klemmen noch kippeln. Ein leichtes Spiel ist richtig.

  • Schwere Produkte nach unten: Dosen und Flaschen in die unteren Ebenen (kürzere Fallhöhe, stabilere Ausgabe), leichte Snacks nach oben.

  • Empfindliches doppelt absichern: Chips und zerbrechliche Snacks fallen weich, wenn sie tief unten liegen oder die Fallhöhe kurz ist.

  • Front nach vorn: Produkte so einsetzen, dass das Etikett zum Kunden zeigt – der Automat ist dein Schaufenster.

Wie du Spiralen tauschst, Trennwände setzt und Fächer umbaust, zeigt das Helpcenter Schritt für Schritt: Spiralen & Fächer und Trennwand einsetzen. Wenn du vor dem Kauf wissen willst, welche Produkte in welche Spiralgrößen passen: Unser Spiral-Finder auf der Website beantwortet genau das je Artikel.

Dann die Wirtschaft: Kapazität dem Absatz folgen lassen

Jede Spirale hat eine feste Stückkapazität – und daraus ergibt sich die wichtigste Planungszahl dieser Lektion:

Kapazität je Slot ÷ Verkäufe je Woche = Reichweite in Wochen.

Beispiel: 12 Riegel in der Spirale, 10 Verkäufe pro Woche → Reichweite gut eine Woche. Passt zu deinem Befüllrhythmus? Gut. Reichweite unter deinem Besuchsrhythmus? Dann steht der Slot leer, bevor du kommst – und leere Renner-Slots sind der teuerste Leerstand am Gerät.

Daraus folgen drei Planungsregeln:

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    Renner bekommen Doppel-Slots. Dein bestverkauftes Produkt zweimal (nebeneinander) zu führen ist fast immer profitabler als eine 60. Sorte, die kaum jemand kauft. Sortenvielfalt ist Mittel, nicht Selbstzweck.

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    Die Reichweite jedes Slots ≥ dein Befüllrhythmus. Was schneller leerläuft, als du kommst, braucht mehr Kapazität (Doppel-Slot, größere Spirale) oder einen Nachfüllpuffer im Lagerfach.

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    Langsamdreher bekommen die kleinste sinnvolle Kapazität. Ein Testprodukt braucht keine volle Spirale – kleine Bestückung, Statistik abwarten, dann entscheiden.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Technik zuerst: Produkt muss locker in die Spirale passen – nie quetschen; Schweres nach unten, Front nach vorn.

  • Reichweite je Slot ≥ Befüllrhythmus – sonst Kapazität erhöhen oder puffern.

  • Renner verdienen Doppel-Slots; Testprodukte kleine Bestückung.

  • Maßstab ist Rohertrag je Slot und Woche, nicht die Sortenzahl.

  • Umbau-Anleitungen im Helpcenter; Produktpassung vorab im Spiral-Finder prüfen.

Häufige Fragen

Sollte ich wirklich alle 60 Slots mit verschiedenen Sorten belegen?

Nein – voll bestücken ja, aber mit klugen Doppelungen: An einem typischen Standort tragen 35–45 echte Sorten plus Doppel-Slots für die Renner mehr Umsatz als 60 Einzelsorten, von denen 15 Ladenhüter sind.

Woher weiß ich vor dem Start, was in welche Spirale passt?

Standardprodukte (Dosen, Riegel, übliche Chips-Beutel) passen in die Standard-Spiralgrößen – für alles andere gibt es unseren Spiral-Finder und die Technik-Doku. Im Zweifel: Ein Produkt vor dem Großeinkauf einzeln testen.

Kann ich Spiralen später noch umbauen?

Ja, das ist Routinearbeit von Minuten – Spiralen lassen sich tauschen, Fächer mit Trennwänden anpassen. Dein Slot-Layout wächst mit deiner Renner-Penner-Erfahrung; kaum ein Layout überlebt die ersten drei Monate unverändert, und das ist gut so.

Was mache ich mit sperrigen Sonderformaten (Becher-Nudeln, Boxen)?

Dafür gibt es Fach- statt Spirallösungen und angepasste Ebenenhöhen – technisch machbar, aber rechne vorher: Ein sperriges Produkt belegt die Fläche von zwei, drei Standardslots und muss entsprechend mehr Rohertrag bringen. Ebenenhöhe verstellen zeigt die Technik dazu.