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Laufende Kosten eines Snackautomaten: die ehrliche Liste

Die kurze Antwort

Alle monatlichen Posten vom Wareneinsatz bis zur Kartengebühr, ehrlich gelistet.

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Sarah Wonies Redaktion & Kundenhilfe
In diesem Artikel
  1. Die kurze Antwort
  2. 1. Wareneinsatz: der große Block
  3. 2. Strom: klein, aber dauerhaft
  4. 3. Standortkosten: Miete oder Beteiligung
  5. 4. Zahlungsgebühren: der Preis der Bequemlichkeit
  6. 5. Wartung, Reinigung, Versicherung
  7. 6. Zeit: der unsichtbare Posten
  8. Beispielrechnung: alle Posten an einem mittleren Standort

Die kurze Antwort

Die laufenden Kosten eines Snackautomaten bestehen aus sechs Posten: Wareneinsatz (der größte, meist 40 bis 60 Prozent des Umsatzes), Strom (beim gekühlten PV1100 grob 50 € im Monat), Standortkosten (0 bis mehrere hundert Euro), Zahlungsgebühren fürs Kartenterminal, ein kleines Wartungsbudget und dein Zeitaufwand von rund einer Stunde pro Woche. Bei 1.500 € Monatsumsatz solltest du insgesamt mit etwa 900 bis 1.100 € laufenden Kosten rechnen. Was die Anschaffung kostet, steht im Grundlagen-Artikel Was kostet ein Snackautomat?, hier geht es nur um das, was Monat für Monat anfällt.

1. Wareneinsatz: der große Block

Als Faustregel kostet dich die Ware 40 bis 60 Prozent des Verkaufspreises. Ein Riegel für 3 € im Verkauf kostet im Einkauf also etwa 1,20 bis 1,80 €. Drei Hebel bestimmen, wo du in dieser Spanne landest: Einkaufsquelle (Großhandel schlägt Discounter), Sortimentsmix (Getränke haben oft bessere Margen als Markensnacks) und Abschriften durch abgelaufene Ware. Gerade am Anfang gehört ein Puffer für Fehleinkäufe in die Rechnung: Du lernst erst über einige Wochen, was dein Standort wirklich kauft.

2. Strom: klein, aber dauerhaft

Ein gekühlter Automat läuft 24/7. Beim PV1100 kannst du mit etwa 150 kWh im Monat rechnen, bei aktuellen Strompreisen grob 50 €. Wichtig zu klären: Wer zahlt den Strom am Standort? Läuft er über den Standortgeber, gehört das in die Vereinbarung, sonst wird aus der „kostenlosen" Stellfläche eine versteckte Miete.

3. Standortkosten: Miete oder Beteiligung

Am eigenen Grundstück: 0 €. Bei fremden Standorten üblich: eine feste Monatsmiete oder eine Umsatzbeteiligung. Welches Modell für wen fair ist und wie du verhandelst, behandeln wir ausführlich im August-Artikel zur Standortmiete; für die Kostenplanung gilt: Kalkuliere konservativ und lass dir Stromkosten und Stellfläche schriftlich zusichern.

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PV1100 ab 4.989 € netto oder finanziert ab ca. 104 €/Monat – wir sagen dir ehrlich, ob sich dein Standort eignet.

4. Zahlungsgebühren: der Preis der Bequemlichkeit

Kartenzahlung steigert den Umsatz spürbar, kostet aber Gebühren: Beim verbreiteten Nayax-System liegen die Servicekosten bei rund 14 € im Monat plus etwa 2,3 bis 2,5 Prozent Transaktionsgebühr auf Kartenumsätze. Bei 1.000 € Kartenumsatz sind das zusammen rund 40 €. Diese Gebühren sind gut investiert, denn ohne Kartenzahlung verlierst du heute einen relevanten Teil der Käufe komplett. Einen Überblick über die Systeme gibt der Artikel Zahlungssysteme am Automaten.

5. Wartung, Reinigung, Versicherung

Plane ein kleines Monatsbudget für Reinigungsmittel, gelegentliche Verschleißteile und Rücklagen für Reparaturen. Beim PV1100 hilft die Ersatzteilverfügbarkeit von 96 Prozent, Ausfallzeiten kurz zu halten. Optional kommt eine Automaten-Versicherung gegen Vandalismus und Einbruch dazu; ob sie sich lohnt, hängt vom Standort ab und bekommt im September einen eigenen Artikel.

6. Zeit: der unsichtbare Posten

Befüllen, reinigen, Kasse leeren, Ware einkaufen: Rechne ehrlich mit rund einer Stunde pro Woche und Automat plus Einkaufswege. Zeit ist kein Euro-Betrag auf dem Konto, aber sie entscheidet, ob sich das Geschäft für dich als semi-passives Nebeneinkommen anfühlt oder als zweiter Job. Eine ehrliche Einordnung dazu findest du im Artikel über passives Einkommen mit Automaten.

Beispielrechnung: alle Posten an einem mittleren Standort

Posten pro Monat
Umsatz (15 Verkäufe/Tag × 3 €) 1.350 €
Wareneinsatz (50 %) −675 €
Strom −50 €
Standortmiete −150 €
Kartengebühren (bei 700 € Kartenumsatz) −31 €
Wartung/Rücklage −30 €
Rechnerischer Überschuss ca. 414 €

Ob dein Standort eher 5, 15 oder 30 Verkäufe pro Tag hergibt, ist die entscheidende Stellgröße. Genau das prüfen wir in der kostenlosen Standortanalyse.

Was kostet ein Snackautomat im Monat? An einem mittleren Standort mit rund 1.350 € Umsatz etwa 900 bis 950 € an laufenden Kosten, vor allem Wareneinsatz, dazu Strom, Standortmiete, Kartengebühren und Wartung. Übrig bleiben in diesem Beispiel gut 400 € rechnerischer Überschuss.

Wie hoch sind die Stromkosten eines Snackautomaten? Beim gekühlten PV1100 etwa 150 kWh im Monat, also grob 50 € bei aktuellen Preisen. Automaten ohne Kühlung liegen deutlich darunter, können aber keine gekühlten Getränke oder frische Produkte anbieten.

Welche Gebühren fallen für Kartenzahlung an? Beim Nayax-System rund 14 € Servicegebühr im Monat plus etwa 2,3 bis 2,5 Prozent Transaktionsgebühr auf Kartenumsätze. Die Mehrverkäufe durch Kartenzahlung gleichen das in der Regel deutlich aus.

Welche laufenden Kosten werden am häufigsten unterschätzt? Abschriften durch abgelaufene Ware, der eigene Zeitaufwand und Stromkosten, die stillschweigend beim Standortgeber hängen bleiben sollen. Alle drei gehören von Anfang an in die Kalkulation.

Ole Matzel
„Fragen zu diesem Thema? Schreib mir direkt – ich antworte persönlich, kein Ticket-System.“
Ole Matzel · Kundenberater
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